Linsenbolognese mit die Nudelz

Ich hatte heute sehr spontan Lust zu bloggen und mir fiel ein, dass ich ja mal ein Rezept bringen könnte, das ich gestern zubereitet habe und selber noch nicht für mich aufgeschrieben. Das Essen war so lecker, dass ich es unbedingt noch xmal in meinem Leben haben will.

Meine Beziehung zu Bolognese ist meist diese: „Hmm, in meiner KIndheit hat das besser geschmeckt“. Ich vermute mal, die geheime Zutat ist Nostalgie :D

Aber dieses Rezept das ich gestern recht „Oh cool, das haben wir noch im Schrank, das kommt jetzt in die Soße“ artig hingebacken habe, schmeckte dann auch großartig, obwohl viele elementare Bestandteile der Bolognese fehlten – zB actual Fleisch.

Zutaten für die Soße:
2x Dosentomaten
1 Zehe Knoblauch
1 Zwiebel
1 EL Ahornsirup
100 g rote Linsen
! EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
Butterschmalz
600 ml Wasser
Handvoll frischen Basilikum

Für die Nudeln nahm ich etwa 300 g glutenfreie Nudeln von Schär (yeah es gibt sie und sie sind machbar und lecker und überhaupt! Ich hab Nudeln so vermisst! Blöde Weizenallergie!)

Uuund ich wollte endlich mal ausprobieren, Pfannenspaghetti zu machen, d.h. richtete mich nach der Idee, alle Zutaten in einer Pfanne miteinander zu kochen. Da ich der Idee nüüücht ganz traute hab ich die Nudeln etwas härter als bissfest vorgekocht.

So. Hier die Anweisungen: Zwiebeln kleinschneiden, in Butterschmalz anbraten, Ahornsirup dazu, ein bisschen verrühren das alles, Linsen abspülen, abtropfen lassen und rein, Tomatenmark dazu, weiter rühren, Lorbeerblatt und Knoblauch dazu und nach 1 Minute etwa 300 ml Wasser aufgießen. Deckel drauf und bei niedriger Temparatur köcheln lassen.

Nudeln in viel Salzwasser vorkochen bis etwa kurz vor bissfest. Dauerte bei mir etwa zehn Minuten (glutenfreie Nudeln scheinen länger als Weizennudeln zu brauchen?).

Bei Bedarf den Rest Wasser in die sehr durstige Linsensoße nachgießen, bis die Linsen weich geworden sind. Dauerte etwa insgesamt zwanzig Minuten bei mir.

Tomaten aus der Dose in die Pfanne geben, Nudeln rein und alles vermischen; nochmal ein paar Minuten miteinander auf niedriger Stufe köcheln lassen. Bei Bedarf abschmecken (ich hab n bisschen Salz reingetan), dann vom Herd nehmen und den Basilikum frisch mit den Händen reinrupfen (danke an @DierYane für den Tipp!).

Ich war auch sehr angetan von der Wirkung des Lorbeerblatts; ich brauch definitiv mehr Lorbeer in meinem Leben! Achja, vergißt nicht, den am Ende rauszufischen!

Und hier dann das Ergebnis :)

Linsenbolognese in der Pfanne

Kleine Beobachtung: Nudeln nicht abzuschrecken hat sie übrigens zumindest nicht in diesem Falle sehr viel weicher werden lassen (nach der bekannten Aussage, sie garen noch nach). Haben noch am nächsten Tag n guten Biss gehabt. Und waren irgendwie leckerer als ich Nudeln so kenne?

Ein Kommentar

  1. Uli · Juli 28, 2015

    Wir haben das Rezept endlich mal ausprobiert: es gab getrocknete Tomaten und etwas weißen Balsamicoessig anstatt Sirup dazu und wir sind hellauf begeistert und wirklich satt! Danke fürs Rezept, das kochen wir mal wieder. :-)