Wie es mir geht.

Inhalt: Depression, Diät(en), PCOS, Armut

Ein Jahr nun in der Hauptstadt, dies sind meine Eindrücke:

laut
Jesus ist es laut
oh warte das Fenster ist offen

oh shit, es ist zu und IMMERNOCH laut

Mir gehts gut. Ich habe mir gestern einen sehr würzigen mehlfreien Kuchen gebacken, der eine Mischung ist aus dem hier und diesem Keksrezept. Mein Herz schlägt immernoch ganz froh. Draußen ist ein wunderschöner Herbsttag mit Sonne, Wind und einer Vogelclique, die den Nachbarbalkon unsicher macht.

Seit Januar 2013 versuche ich mich, wegen verschiedenen Erkrankungen, u.a. PCOS, kohlenhydratarm zu ernähren. Ich twittere unter #diettalk hin und wieder darüber. Ich würde auch gerne mal einen Blogpost dazu schreiben; weil das Thema sehr wichtig für mich geworden ist. Es gibt in der feministischen Sphäre nicht viel Raum darüber, wie über Diäten reden, wenn sie doch immernoch Alltag sind für einige (viele?) von uns; gerade auch die, die Erkrankungen haben.

Mein Zimmer ist wunderschön eingerichtet. Ich hab Vorhänge; ein gemütliches Sofa, ein großes Bett, ein großes Zimmer! Nachdem ich ein Jahr in Berlin in einer winzigen Bude verbrachte, gibt es in meinem Leben jetzt einfach auch mehr Licht; ja, diese natürliche Ressource und Kraftquelle.

Seit einem halben Jahr bin ich auch verliebt und in einer Beziehung, die mich sehr glücklich macht. Es ist meine erste richtige Beziehung und ich bin super aufgeregt. Gleichzeitig ist diese Beziehung auch sehr unaufgeregt, und wir machen all diese alltäglichen Dinge miteinander, und es ist sehr schön.

Ein bisschen Angst und Respekt habe ich vor den Wintermonaten. Das fehlende Licht stärkt meine Depression sehr. Ich habe auch oft Angst vor der Zukunft. Im Sommer habe ich versucht einen Job zu machen, in dem ich sehr schlecht behandelt wurde. Und jetzt fürchte ich, dass sich das in anderen Jobs wiederholen wird. Für mich zu bemerken: Ich werde wohl immer arm sein, war sehr erschütternd; und gleichzeitig habe ich nie etwas anderes angenommen. Außer in der Kindheit, wo es nur eine Realität gab: die der Mittelschichtskinder aus den Medien, also musste es doch auch meine Realität werden?

Euch einen schönen Montag noch.

2 Kommentare

  1. beel · November 10, 2014

    hey,
    wen dir wintermonate zu schaffen machen, wäre vielleicht „light therapy“ etwas für dich?
    Das Prinzip ist, sich eine tageslichtlampe zu kaufen (ja ich weiß :( aber vielleicht gibt es welche günsitg oder zu verschenken auf freecycle?) und sich täglich ca. 1 std. insgemat diesem licht auszusetzen.
    es findet verschiedene anwendungen, wird aber sehr gerne für periodische depressionen/winterdepressionen und anderes eingesetzt.

    was auch gut funktioniert ist morgens ein timer, der das licht langsam anmacht, während man noch schläft- also 45-30min vorher, bevor der wecker klingelt zb.

    will nicht zu viel schreiben, aber light therapy hat positive effekte und ist durchaus wert, es auszuprobieren. (man darf es nur nicht übertreiben und schätzungsweise nicht mehr als eine stunde täglich sich dem extra tageslicht aussetzen, da es sonst zu schlafproblemen führen könnte).

    dir alles gute!
    xx

  2. beel · November 10, 2014

    achso, und warum, wie ich finde, es so toll ist: es ist im grunde kein aufwand da, es zu tun. Man kann sich zb morgens während des frühstücks oder des kaffeetrinkens bescheinen lassen, oder eben morgens, bevor man aufwacht und kurz danach…. der kosten-nutzen ist wirklich lohnenswert.

    aber achtung: sich nicht „von unten“ bescheinen lassen, sondern die lampe lieber etwas höher stellen udn sich „von oben“ bescheinen lassen! sonst gefahr, dass es keinen/wenig effekt hat aufgrund von rezeptoren, die es (nicht) abkriegen.